Zuschüsse und Stipendien

Zuschüsse und Stipendien

Im Zentrum unserer Arbeit stehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Aus diesem Grund kann die Stiftung auch unmittelbar Zuschüsse und Stipendien gewähren. Neben Erfahrungen in der Natur ist uns hier auch der Aspekt des internationalen und interkulturellen Austauschs sehr wichtig. Die Entwicklung eines Verständnisses über internationale und globale (ökologische) Zusammenhänge sowie das Lernen aus den in anderen Ländern gemachten Erfahrungen fördern die Handlungsfähigkeit einzelner Menschen und des Natur- und Artenschutzes insgesamt. Dabei kann auch das Erlernen von Sprachen zur Förderung des interkulturellen Austauschs in die Förderung einbezogen werden.

Seit dem Jahr 2019 unterstützen wir in unserem Tätigkeitsfeld 'Zuschüsse und Stipendien' junge Menschen, die sich für einen internationalen Freiwilligendienst entscheiden. Den Fokus legen wir seit 2021 auf die Länder Mittel- und Südamerikas. 
STIPENDIEN ; INTERNATIONAL
 Foto: Tonja Reppegather
Das Projekt Guayama: Lehren und Lernen in Schulen der indigenen Gemeinschaft in Ecuador
Die interkulturelle und bilinguale Grundschule Guayama befindet sich in der Chugchilán Gemeinschaft, etwa zwei Stunden östlich von Latacunga und südlich von Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Dort werden die Schülerinnen und Schüler in Spanisch und der indigenen Sprache Kitchwa unterrichtet. Die Schule hat sich zum Ziel gesetzt, die Kinder aus der Kichwa-Bevölkerungsgruppe zu fördern, ihnen Spaß am Lernen zu vermitteln und dabei auch Themen wie kulturelle Vielfalt und ökologische Gerechtigkeit zu berücksichtigen. 

Im September 2024 ist Tonja Reppegather in ihren von KulturLife e. V. organisierten Freiwilligendienst in diesem Projekt gestartet. In der abgelegenen Region in den Anden unterstützt sie gemeinsam mit einer weiteren Freiwilligen nicht nur in der Grundschule Guayama, sondern zusätzlich noch an einer weiteren Schule. Neben der oft eigenständigen Vorbereitung und Mitwirkung am Unterricht gestalten sie Angebote am Nachmittag und organisieren Projekte zur Förderung der Kinder.
STIPENDIEN ; INTERNATIONAL
 Foto: Sandy Jotzer
Nachhaltig Leben und Wirtschaften in Mexiko: Das Projekt "Casita de Barro" im Bundesstaat Puebla
Angefangen hat alles mit der ganz persönlichen Suche nach einem nachhaltigerem Leben. Doch schon kurz nachdem Ina und Manuel, die Initiatoren des Projekts "Casita de Barro", in einem kleinen Dorf in der Nähe der Millionenstadt Puebla damit begonnen hatten wurde Schritt für Schritt viel mehr daraus. Heute werden die Dorfbewohner durch partizipative Bildungsmaßnahmen dabei unterstützt, ihre natürlichen Ressourcen zu erhalten, das indigene Wissen wiederzubeleben und alternative nachhaltige Bewirtschaftungsmodelle auszuprobieren.

Von September 2022 bis August 2023 war Sandy Jotzer als erste Freiwillige in diesem sehr vielseitigen, vom DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz organisierten Freiwilligenprojekt in Mexiko. Sandy hat uns das Projekt und ihre Arbeit vorgestellt und über ihre Berichte ein wenig mit auf die Reise nach Mexiko genommen. Abgelöst wurden sie von Fiona Sippel und Nele Onstein, die August 2024 zurückgekehrt sind. Aktuell sind Clara Wigankow und Gino Thull in Mexiko. Eine Fortsetzung der Unterstützung von Freiwilligen in diesem Projekt wird angestrebt. 
STIPENDIEN ; INTERNATIONAL
 Foto: Marla Zech
Das "Patrimonio Natural" in Argentinien: Wie aus einer Müllhalde ein Naturreservat wurde  
Das "Patrimonio Natural" ist ein Verein für Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz unweit der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Vor mehr als 20 Jahren haben zwei engagierte Gründerinnen begonnen, aus einem mit Müll verschmutzten Gebiet ein 120 Hektar großes Naturschutzgebiet zu machen: Die Reserva Natural del Pilar. 

Im Freiwilligenjahr 2022/2023 hat Marla Zech ihren von IN VIA Köln e. V. organisierten Freiwilligendienst im Patrimonio Natural absolviert. Marla berichtet uns von der ihrer Arbeit im Projekt und den schwierigen Rahmenbedingungen, in denen Naturschutzarbeit in Argentinien geleistet werden muss. Im Oktober 2023 ist Kirsten Scheibke in das Projekt gereist. Kirsten hat sich intensiv mit der Problematik der Abfallentsorgung in Argentinien beschäftigt und in einem Interview mit der Gründerin und heutigen Leiterin Graciela Copodoglio herausgefunden, warum Umwelt- und Naturbildung in diesem Projekt so wichtig ist. Seit Herbst 2024 unterstützt Marina Dirksen das Projekt. Marina wird sich mit der in vielen Ländern bestehenden Problematik invasiver Arten beschäftigen und uns über die diesbezügliche Arbeit im Patrimonio Natural berichten. 
STIPENDIEN ; INTERNATIONAL
 Foto: Maria Rothe
Dynamischer Agroforst im bolivianischen Hochland. Wie geht das und was ist das Besondere daran? 
Im Herbst 2021 sind Maria Rothe und Elias Deppe in einen von der Entsendeorganisation BKHW e. V. organisierten Freiwilligendienst in Bolivien gestartet. Dort haben sie in einem Projekt gearbeitet, in dem eine nachhaltige landwirtschaftliche Anbaumethode erprobt und weiterverbreitet wird. Mit dieser Methode kann es der Bevölkerung im kargen Hochland gelingen, ihren Eigenbedarf an Gemüse und Obst zu decken und zugleich den degenerierten Boden wieder fruchtbar zu machen. Die Methode heißt Dynamischer Agroforst (kurz DAF). 

Maria und Elias waren die ersten Freiwilligen, die wir bei einem Freiwilligendienst auf der Forschungsfarm Mollesnejta in der Nähe der Stadt Cochabamba unterstützt haben. In ihren Berichten nehmen sie uns mit auf die Reise und berichten, welche Bedeutung Agroforst für eine nachhaltige Entwicklung weltweit haben kann. Seit September 2024 ist Lena Öchsner dort. Lena beobachtet, wie sich die Klimaveränderungen in Bolivien auswirken und was dies für die Arbeit im Projekt bedeutet.  
STIPENDIEN ; INTERNATIONAL
 Foto: Leon Heinrich
Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und Entwicklung in Ecuador: Das Projekt "Asociación Caimito Sustentable"
Die „Asociación Caimito Sustentable“ im gleichnamigen Dorf in der Provinz Emeraldas ist ein Zusammenschluss verschiedener Familien des kleinen Dorfes und der Umgebung. Die Mitglieder haben sich zur Aufgabe gemacht, durch gemeinsames Unterstützen und Engagieren einen nachhaltigen Lebensstil zu verbreiten und sich selbst nachhaltig zu entwickeln. Dazu gehört das Betreiben von Fincas, die sich an dem Gedanken der Permakultur orientieren und somit ohne jeglichen Einsatz von chemischen Mitteln genutzt werden. 

Leon Heinrich und Valentin Erb waren 2021/2022 dort. In ihren Berichten erzählen Sie uns von ihrem Alltag auf den Fincas und von ihren eigenen Projekten in der Dorfgemeinschaft.
STIPENDIEN ; INTERNATIONAL
 Foto: Inken Wilms
Ein freiwilliges ökologisches Jahr in Armenien
Nach dem Abitur für ein Jahr ins Ausland gehen. Bereits gemachte Erfahrungen vertiefen, sich orientieren und sich als Freiwillige für den Schutz der Natur und die Umweltbildung einbringen. Hierzu hat sich Inken Wilms aus Mönchengladbach entschieden.
 
Die PIENSA!-Stiftung hat 2019/2020 den internationalen Freiwilligendienst von Inken in Armenien unterstützt. Ein spannendes Land mit atemberaubender Natur und ökologischen Problemen. Inken hat einen ausführlichen Blog für unsere Website geschrieben.

Heute engagiert sich Inken gemeinsam mit anderen jungen Menschen in ihrer eigenen NGO für Tierschutz. Lesen Sie mehr über die Erfahrungen von Inken in "ihrem Projekt" in Armenien.
STIPENDIEN ; DEUTSCHLAND
 Foto: Naturefund
PIENSA! fördert Seminarplatz zum Dynamischen Agroforst 
Dynamischer Agroforst (DAF) ist eine Aufforstungs- und Anbaumethode angelehnt an das Wissen der indigenen Völker Lateinamerikas. Unser Kooperationspartner Naturefund hat diese innovative Pflanzmethode in Bolivien kennengelernt und setzt diese inzwischen erfolgreich nicht nur im trockenen Hochland Boliviens, sondern auch in Madagaskar und einigen anderen Ländern ein. 
 
Um die Methode bei jungen Menschen bekannter zu machen hat die PIENSA!-Stiftung in 2019 einen Seminarplatz für Luisa Kluthe, eine junge Studierende des Bau- und Umweltingenieurwesens an der Technischen Universität Hamburg gefördert.
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