Das kann eine Möhre, eine Handvoll Kartoffeln oder ein kleines Säckchen Reis sein. Daraus bereiten abwechselnd Mütter in einem riesigen Topf über dem Feuer eine Mahlzeit zu.
Die andere Schule bekommt wie alle Schulen in Ecuador das typische Schulfrühstück vom Staat: In Kartons geschichtete Tetrapacks, gefüllt mit Milch und Saft und aus Quinoa hergestellte, ziemlich geschmackslose Kügelchen. Uns Voluntarios beschert das leider Durchfall, aber die Kinder hält es zumindest ein paar Stunden satt. Ich gehe von Klasse zu Klasse und meistens sind die Kinder recht motiviert, was den Englischunterricht angeht.
In der einen Schule, die hinter einem Berg gelegen ist, sodass die Sonne kaum eine Chance hat, sie zu erreichen, ist es so eisig kalt, dass wir alle paar Minuten ein paar Hampelmänner machen. Wie schon erwähnt, der Lernerfolg ist klein aber fein. Ich erkläre mir das mit den durchaus schwierigen Umständen, die die Kinder Zuhause vorfinden.
Meist teilen sich drei Kinder ein Bett, es gibt sehr wenig Privatsphäre, oft sind die Eltern nicht da und nachmittags helfen die Kinder auf dem Feld. Da ist es verständlich, dass man müde ist und nicht den Platz findet, ungestört Hausaufgaben zu machen.