Es braucht zum Beispiel die Präsenz von Naturschutzorganisationen wie FAPAS im Ballungsraum, den die Städte Oviedo, Gijon und Avilés bilden. Dort leben mehr als 70% der Bevölkerung Asturiens, die von FAPAS authentisch und glaubhaft über die Gefahren für die Natur informiert werden kann. Und noch mehr: Aufgrund einer von öffentlichen Mitteln unabhängigen Finanzierung kann FAPAS auch auf Missstände hinweisen. Missstände, die zum einem Teil auch von der Politik und Administration verantwortet werden und den Schutz wichtiger Arten wie Wolf und Bär erschweren.
Doch es gibt auch gute Nachrichten: Neben dem Besuch bei unserem Partner und weiteren Gesprächen mit Menschen und Organisationen, die sich für die Naturbildung in der Region stark machen haben wir an einem offiziellen Termin zur Einweihung eines von FAPAS ganz in der Nähe von Oviedo eingerichteten Naturerlebnispfads teilgenommen. Dabei waren interessierte Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Bürgermeister der Stadt Oviedo und weiterer Vertreter aus der Stadtpolitik. Zudem Vertreterinnen und Vertreter der kleinen Gemeinden dabei, die sich für die Wiedereinrichtung dieser Naturerlebnispfade stark gemacht haben.
Mit dem Projekt „Naturaleza de Cercanías“ stellt Fapas insgesamt drei Erlebnispfade bereit, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können und es der Stadtbevölkerung ermöglichen, ganz nahe des Wohnorts Lebensräume und Spuren von Wildtieren zu entdecken. Bei einem Rundgang hat Roberto Hartasánchez zum Beipiel erläutert, welche Bedeutung Kirschbäume für die Ernährung der Kantabrischen Braunbären haben und woran man erkennt, ob sich eine Bärin bei der Futtersuche für ihre Jungen an einem Baum zu schaffen gemacht hat. Und gleich danach hat er darauf hingewiesen, warum es so wichtig ist, dass FAPAS in den verlassenen Fincas in den Bergen Kirschbäume und andere Obstbäume nachpflanzt: Wenn es in den Bergen genug Nahrung für die Bären gibt, dann gibt es in den Tälern viel weniger Konflikte.
Wichtig für uns ist, dass sich das Angebot der Naturerlebnispfade auch an Kinder und Jugendliche richtet. Mit geführten Touren sollen schon bald 1.000 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Ein richtiger und wichtiger Schritt, der zeigt, dass FAPAS acht Jahre nach der Schließung der „Aula de la Naturaleza“ in Manjoya wieder im Ballungsraum präsent ist: Mit einer neuen „Aula", nämlich einer „Aula unter freiem Himmel“."